Automatisierter Profit durch schnellere Kreditorenbuchhaltung

Geschäftsführer der Basware GmbH

Geht es um die Kreditorenbuchhaltung, speziell um deren Automatisierung, wird typischerweise rein operativ gedacht. Es geht in der Regel darum, die Durchlaufzeiten zu verkürzen, Genauigkeit zu verbessern oder die Anzahl der Lieferanten-Nachfragen – und damit Kosten – zu reduzieren. Effizienz und Effektivität allein stehen im Fokus, alles andere spielt eine Nebenrolle. 

Controller in Finanzabteilungen sind sich jedoch durchaus bewusst, dass eine Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung nicht nur im operativen Sinne wichtig ist. Das gilt besonders dann, wenn Gemeinkosten gesenkt und Performance-Ziele erfüllt werden sollen. Für mich ist klar: Was die Verantwortlichen zu diesem Thema wirklich interessiert, ist die Frage, wie Automatisierung die Profitabilität verbessert - ob im Cash Management, der vertraglichen Compliance oder den Lieferantenbeziehungen.

Zahlen des Institute of Finance and Management (IOFM) belegen meine These: Demzufolge sind 37 Prozent aller Controller fest entschlossen, verstärkt in die Kreditorenbuchhaltung zu investieren – keine andere finanz- oder verwaltungsbezogene Abteilung erreicht diesen Wert. Tatsächlich haben sie allen Grund, an der Weiterentwicklung der Kreditorenbuchhaltung zu arbeiten. 

Liquidität spürbar steigern 

Denn laut dem „AP Department Benchmarks and Analysis Report“ des IOFM von 2010 gilt: Je schneller die allgemeine Prozessautomatisierung in einem Unternehmen voranschreitet, desto mehr beschleunigt sich auch die Neustrukturierung in der Rechnungsbearbeitung. Und genau damit würde sich die Liquidität des eigenen Unternehmens spürbar verbessern. Denn die Gebühren für verspätete Zahlungen entfallen. Im Gegenzug können Skonti für frühzeitige Überweisungen wahrgenommen werden. Sobald sich ein Unternehmen außerdem den Ruf erarbeitet, pünktlich zu zahlen, können Verantwortliche dynamische Skonti mit finanziellen Anreizen wesentlich einfacher aushandeln. 

Dieser Punkt ist besonders für CFOs relevant. Liquiditätsmanagement hat für sie nach wie vor oberste Priorität, wie eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Aberdeen Group ergab. Die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung macht den Weg frei für Optionen, die anderenfalls nicht offen stünden. Neben Nachlässen für frühzeitige Überweisungen wären etwa dynamische Skonti, elektronische Zahlungen und eine einfachere Lieferfinanzierung vorstellbar. Laut dem „AP Department Benchmarking & Analysis Report des IOFM“ für 2013 sorgt ein hoher Grad an Automatisierung außerdem dafür, dass Unternehmen mehr Rechnungen fristgerecht mit Skonto zahlen können. Das bedeutet auch, dass Unternehmen seltener Darlehen aufnehmen müssen. 

Damit nicht genug: Auch die Preisfindung gestaltet sich wettbewerbsfähiger. Dank schneller, fristgerechter Zahlung sind Lieferanten seltener gezwungen, teure Finanzierungsoptionen wie das Factoring von Außenständen in Betracht zu ziehen.
    
Generell heißt all das: Margen und Gewinne wachsen. Zudem können Einkäufer Geschäftsregeln für die Rechnungsbearbeitung aufstellen, um Compliance mit Preisen und Mengentoleranzen sicherzustellen. 

Sie sehen: Nicht nur Prozesseffizienz und -effektivität können von der Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung profitieren. Es ist daher nicht überraschend, dass Manager in den Finanzabteilungen sich dafür interessieren – für messbare Steigerungen des unternehmerischen Profits. 

Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, kann ich Ihnen das Whitepaper über die Zukunft der Kreditorenbuchhaltung empfehlen. 

Kategorie: Accounts Payable